• Daniel

Angst überwinden und erfolgreich in die Zukunft gehen

Aktualisiert: Apr 10


In Blogs und Büchern zur Selbstentwicklung liest du ganz oft Sätze wie: Ängste sind nicht real, sie entstehen nur in deinem Kopf.


Tja, und trotzdem fühlt sich Angst gerade in Zeiten von Corona, Börsencrash, Klimakatastrophen, Terrorismus, Krieg und Welthunger mehr als real an. Oder?


Ausnahmezustand: Urangst


Zunächst einmal ist Angst ein Grundgefühl. Jeder kennt sie. Jeder hat sie. Dem einen drückt sie aufs Herz, dem anderen schnürt sie die Luft ab. Viele unterschiedliche Situationen können Angst auslösen.


Biologisch gesehen reagiert der Mensch mit Angst, wenn eine Gefahr droht. Das Blut wird schneller in die Gliedmaßen gepumpt, so dass er wegrennen kann (FLIGHT) oder sich gegen die Gefahr wehren kann (FIGHT). Diese Urangst schützt den Menschen bis davor, sich übermütig vor ein Auto zu werfen (Angst vor dem Tod) oder vom Hochhaus zu stürzen (Höhenangst).


Diese sinnvolle Funktion der Angst, gibt dir zum Beispiel das richtige Level an Energie, wenn du vor dem ganzen Team deine Idee präsentieren oder eine wichtige Prüfung ablegen musst. Die Aufregung energetisiert, lässt deinen Verstand laserscharf werden.


Dauerzustand: Fiktive Angst


Das Problem ist, wenn fiktive Angst dein Leben bestimmt:

  • Jimmy träumt davon, einen Biobauernhof aufzumachen, hat aber solche Angst vor dem Versagen, dass er es lieber gleich lässt.

  • Kati weiß, dass sie für ihre hervorragenden Leistungen eigentlich mehr Gehalt bekommen sollte – sie traut sich aber nicht, um eine Gehaltserhöhung zu bitten, weil ihre Angst vor der Abfuhr zu groß ist.

  • Tom hat eine mega gute Idee für ein nachhaltiges Produkt, fürchtet sich aber vor der finanziellen Unsicherheit, die ein Startup mit sich bringen würde. Er arbeitet also lieber weiter in seinem langweiligen Job.

Solche Geschichten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kennt wohl jeder – oder ganz ehrlich hingeschaut – auch von sich selbst. “Ich kann mein Leben selbst gestalten”, solche Affirmationen klingen überzeugend und sagen sich leicht dahin. Aber wie soll das denn gehen, wenn einen die Angst in den Krallen hat?


Wer nach einem erfüllten und selbstbestimmten Leben strebt, braucht Strategien gegen die Angst. Denn eins ist sicher: Die Angst wird dich packen. Vor allem wenn Veränderung ansteht oder etwas neu und ungewiss ist – also fast immer, bevor du über dich hinauswachsen könntest.

Es gibt viele Techniken, um mit Angst umzugehen:

  • Meditation

  • Achtsamkeitsübungen

  • Atemtechniken

  • Sanfter Sport (Yoga, Tai-Chi und Co.)

  • Tapping (EFT)

  • Entspannungstechniken

  • Dankbarkeitspraxis

  • Mentale Übungen (z.B. Sich mit der Angst konfrontieren, Akzeptanz, Erfolge und Ressourcen vergegenwärtigen)

Drei Elemente werden dabei adressiert: Körper, Geist und Verhalten.


Wenn du alleine nicht weiterkommst, hol dir Hilfe bei einem Therapeuten oder Coach. Handelt es sich um eine echte Angststörung, die den Alltag und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt, sollte unbedingt ein Profi herangezogen werden.


Gemeinsam haben erfolgreiche Strategien gegen Angst, dass die Angst nicht unterdrückt oder ausradiert wird. Das Ziel ist, mit ihr zu sein oder sie so weit aufzulösen, dass ein Handeln wieder möglich wird. Also zum Beispiel auf der Bühne singen – auch wenn die Beine dabei in den ersten fünf Minuten schlottern. Losgehen, trotz der Angst, ja besser: mit der Angst. “Hey, buddy. Danke, dass du mich beschützen willst, aber ich hab das unter Kontrolle!”



All diese Techniken beziehen sich auf die fiktive Angst:


Die meisten Ängste, die du im Alltag verspürst, sind Ängste, die keine reale Gefahr für dich darstellen – die nur in deinem Kopf sind.


Du malst dir die schlimmsten Bilder und Horrorszenarien aus, was alles passieren könnte und sabotierst dich damit selber. Diese Zukunftsangst schadet dir und deiner persönlichen Weiterentwicklung.

“Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us.” ( Marianne Williamson)

Übungen zum Umdenken: Angst existiert nur in deinem Kopf!


Die Angst beginnt im Kopf und genau da musst du ansetzen, wenn du sie in den Griff kriegen willst. Mach dir klar, deine Angst ist fiktiv, eine Story, die du dir selbst erzählst. Du hast die Monster mit deinen eigenen Gedanken geschaffen.

  • Mach den Reality-Check: Was ist das Allerschlimmste, was passieren könnte – und wie bedrohlich für dein Leben wäre das eigentlich wirklich?

  1. Selbst wenn Tobi den Biobauernhof nicht mehr bewirtschaften kann und er all seine Tiere und Ersparnisse verlieren würde. Wäre das total übel? Ja, natürlich! Aber würde er es überleben? Sehr wahrscheinlich.

  2. Selbst wenn der Chef von Kati fies über ihre Forderung lacht und Nein sagt. Würde sie sich gedemütigt und mies fühlen? Oh, ja! Aber es würde trotzdem weitergehen und ihr vielleicht sogar den Drive geben, sich einen neuen Job zu suchen.

  3. Und was, wenn Tom sein Startup an die Wand fährt, alle seine Freunde es mitbekommen, und er sogar seinen Papa um Geld anbetteln muss? Würde er sich schämen? Vermutlich. Aber auf der Straße landen, dem Abgrund nah? Eher nicht.


  • Ersetze Schreckensbilder durch positive Fantasien. Was wäre, wenn genau das Gegenteil von all dem eintreten würde?

  1. Was wird Tobi empfinden, wenn er durch den Stall läuft, während die Schweine fröhlich quieken?

  2. Wie grandios wird Kati sich fühlen, wenn sie mit einem Cocktail in der Hand am Strand von Mauritius chillt, weil sie sich von der Gehaltserhöhung einen Luxus-Urlaub gegönnt hat?

  3. Wie befreit wird Tom sein, wenn er endlich seine Idee verwirklicht?

Deswegen trau dich, sei mutiger – egal in welchem Lebensbereich! Sieh die Chancen und Möglichkeiten und löse dich von der Angst. Du bist nicht deine Angst.


“Wunder beginnen immer dann, wenn wir unseren Träumen mehr Kraft geben, als unseren Ängsten.” (Unbekannt)


Mutiges Marketing

Auch im Marketing darfst du mutiger sein. Vielleicht sprichst du deine Kunden mal auf eine andere Art an? Meist reicht es dabei schon, wenn es deine eigene Art ist, ohne dich zu verstellen. Remember: Authentizität.😜Was soll schon passieren? Du zeigst dich, wie du bist und erreichst damit Menschen, die deine Sprache sprechen und verstehen. Na top, das wäre doch cool!


Verbaue dir also keine Möglichkeiten, nur weil du die Angst und nicht die Chance dahinter siehst. Hab Vertrauen in dich selbst und deine Ideen.

Was hindert dich aktuell daran, den nächsten Schritt zu gehen? Sit with it! 🧘🏻‍♀🧘🏼‍♂️



Botschaft:

Angst existiert nicht in der Gegenwart. Also hab keine Angst vor neuen und unbekannten Dingen, die in der Zukunft liegen. Sieh lieber die vielen neuen Chancen, welche für Dich bereitstehen. Du eröffnest dir dadurch neue Möglichkeiten und Wege.

Mache die Dinge so wie du bist. Das wirkt authentisch und bringt dir deine persönliche Note.



61 Ansichten

2019 BLUA GmbH

brought to you by theblua.com

  • Facebook
  • Pinterest
  • Instagram